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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
Seite
178
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Ideen zur Philosophie

V.

Der Mensch ist zur zartesten Gesundheit, zu-gleich aber zur stärksten Dauer, mithinzur Ausbreitung über die Erde vrgani-siret.

-»vtch dem aufgerichteten Gange gewann der Menscheine Zartheit, Warme und Starke, die kein Thiererlangen konnte. Im Stande der Wildheit wäre ergroßcnthcils, insonderheit auf dem Rücken, mitHaaren bedeckt; und das wäre denn die Decke,über deren Entziehung der altere Plinius die Naturso jammernd anklagt. Die wohlthätige Mutter hatdem Menschen eine schönere Hülle gegeben, seinezarte und doch so harte Haut, die den Unfällen je-der Zahrszeit, den Abwechselungen jedes Klima zuwiderstehen vermag, wenn einige,Kunst, die diesemGeschöpf zweyte Natur ist, Hülfe leistet.

Und zu dieser sollte ihn nicht nur die nackteDürftigkeit, sondern etwas Menschlicheres und Schö-neres, die holde Schaam, leiten. Was auch einigePhilosophen sagen mögen: so ist sic dem Menschen,ja schon ein dunkles Analogon derselben einigen Thier-arken, natürlich: denn auch die Aeffin bedecket sich,und der Elephant sucht zur Begattung einsame dunkleWälder. Wir kennen bcynah keine so tbierische Na-tion *) auf der Erde, die nicht, zumal bey den

*) Mir sind nur zwey ganz nackte Nationen bekannt,die aber auch in einer thierischc» Wildheit leben,