>76 Ideen zur Philosophie
erkaltenden Gottheit nicht nur nachzuspähen, sondernauch ordnend nachzufolqen bemüht hat. Im Ebaosder Wesen, das ihm die Sinne zeigen, hat er Ein-heit und Verstand, Gesetze der Ordnung und Schön-heit gesucht und gefunden. Die verborgensten Kräfte,die er von innen gar nicht kennt, hat ec in ihremäußern Gange belauscht, und der Bewegung, derZahl, dem Maß, dem Leben, sogar dem Daseyn nach-gcspürt, wo er dieselbe im Himmel und auf Erdennur wirke» sah. 'Alle seine Versuche hierüber, selbstwo er irrte oder nur träumen konnte, sind Beweisettiner Majestät, einer gottahnlichen Kraft und Ho-heit. Das Wesen, das alles schuf, hat wirklicheinen Strahl seines Lichts, einen Abdruck der ihmeigensten Kräfte in unsre schwache Organisation ge-legt, und so niedrig der Mensch ist, kann er zu sichsagen: „ich habe etwas mit Gott gemein; ich be-sitze Fähigkeiten, die der Erhabenste, den ich in sei-nen Werken kenne, auch haben muß: denn er hatsie rings um mich gecffenbaret." Augenscheinlichwar diese Aehnlichkeit mit ihm selbst dieSumme aller seiner Erdeschöpfuna. Er konnte aufdiesem Schauplatze nicht hoher hinauf; er unterließaber auch nicht, bis zu ihr hinauf zu steigen, unddie Reihe seiner Organisationen zu diesem höchstenPunkte hinauf zu führen. Deswegen ward auch derGang zu ihm Key aller Verschiedenheit der Gestaltenso einförmig.
Gleicherweise hat auch die Freyheit im Men-schcnqebilbe edle Früchte getragen, und sich sowohlin dem, was sie verschmähte, als was sie unter-nahm , ruhmwürdig gezeigt. Daß Menschen demunflärcn Auge blinder Triebe entsagten, und ftcpwil-
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