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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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Ideen zur Philosophie

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ihm diese gewähren, nach der Anzahl, die er em-pfangt, und nach der innern Schnellkraft, mit derer sie verbinden lernt. Das hieraus entstandeneEins ist sein Gedanke, und die mancherlcy Ver-knüpfungen dieser Gedanken und Empfindungen zuUrrheilen von dem, was wahr und falsch, gut undböse, Glück und Unglück ist: das ist seine Vernunft,^ das fortgehende Werk der Bildung des menschlichenLebens. Sie ist ihm nicht angeboren; sondern erhat sie erlangt, und nachdem die Eindrücke waren,die er erlangte, die Vorbilder, denen er folgte: nach-dem die innere Kraft und Energie war, mit der erdiese manchcrley Eindrücke zur Proportion seines In-nersten verband, nachdem ist auch seine Vernunftreich oder arm, krank oder gesund, verwachsen oderwohlerzogen, wie sein Körper. Tauschte uns dieNatur mit Empfindungen der Sinne: so müßten

wir uns, ihr zufolge, tauschen lassen; nur so vieleMenschen einerlei) Sinne halten, so viele tauschtensich gleichförmig. Tauschen uns Menschen, und wirhaben nicht Kraft oder Organ, die Täuschung einzu-schn, und die Eindrücke zur bessern Proportion zusammeln: so wird unsre Vernunft krüppelhast, undoft krüppelhaft aufs ganze Leben. Eben weil derMcn:'ch alles lernen muß, ja weil es sein Jnstinctund Beruf ist, alles, wie seinen geraden Gang, zulernen: so lernt er auch nur durch Fallen gehen,und kömmt oft nur durch Irren zur Wahrheit; in-dessen sich das Thier auf seinem vicrsüßigcn Gangsicher forttragt: denn die starker ausgedruckte Pro-portion seiner Sinne und Triebe sind seine Führer.Der Mensch hat den Königsvorzug, mit hohem Haupte,ausgcrichtct weit umher zu schauen, freylich also auch