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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
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Ideen zur Philosophie

und gewann, ob es gleich anfangs eben so unpro-pvrtionirt am Kopfe ist, wie der Mensch, zuletzt völ-liges Verhältnis: oder bei) nervenreichen Thieren, dieihre Jungen schwach gebaren, erstattet sich doch dasVerhältnis der Kräfte in einigen Wochen und Ta-gen. Der Mensch allein bleibt lange schwach: dennsein Gliederbau ist, wenn ich so sagen darf, demHaupte zuerschaffen worden, das übermäßiggroß im Mutterleibs zuerst ausgebildct ward, undalso auf die Welt tritt. Die andern Glieder, diezu ihrem Wachsthum irdische Nahrungsmittel, Luftund B.wegung brauchen, kommen ihm lange nichtnach, ob sie gleich durch alle Jahre der Kindheitund Jugend zu ihm und nicht das Haupt verhält-nismäßig zu ihnen wachset. Das schwache Kind istalso, wenn man will, ein Invalide seiner ober»Kräfte, und die Natur bildet diese unablässig undam frühesten weiter. Ehe das Kind gehen lernt,lernt cs sehen, hören, greifen, und die feinste Me-chanik und Meßkunst dieser Sinne üben. Es übtsie so instmktmaßig als das Thier; nur auf einefeinere Weise. Nicht durch angeborne Fertigkeitenund Künste: denn alle Kunstfertigkeiten der Thieresind Folgen gröberer Reitze; und wären diese vo»Kindheit an herrschend da: so bliebe der Mensch einThier, so würde er, da er schon alles kann, cheer's lernte, nichts Menschliches lernen. Entwedermußte ihm also die Vernunft als Instinkt angebo-ren werden, welches sogleich als Widerspruch erhellenwird, oder er mußte, wie es jetzt ist, schwach aufdie Welt kommen, um Vernunft zu lernen.

Von Kindheit auf lernet er diese, und wird,wie zum künstlichen, Gange, so auch zu ihr, zur