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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
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der Geschichte der Menschheit. i63

andere für diese Welt unaufgeschlossene Sinne inuns liegen mögen. Wenn einige Blinde das Ge-fühl, das Gehör, die zahlende Vernunft, das Ge-dachkniß, bis zu einem Grade erbeben konnten, derMenschen von gewöhnlichen Sinnen fabelbaft dün-ket: so mögen unentdeckte Welten der Mannigfal-

tigkeit und Feinheit auch in andern Sinnen ruhen,die wir in unsrer vielorganisirten Maschine nur nicktenrwick»ln. Das Auge, das Ohr! Zu welchenFeinheiten ist der Mensch schon durch sie gelangt,und wird in einem höher» Zustande gewiß wcirergelanaen, da, wie Berkley sagt, das lüchr eineSprache Gottes ist, die unser feinster Sinn intausend Gestalten und Farben unablässig nur Buch-stabiret. Der Wohllaut, den das menschliche Obrempfindet, und den die Kunst nur entwickelt, istdie feinste Meßkunst, die die Seele durch den Sinndunkel ausübet; so wie sie durchs Auge, indemder Lichtstrahl auf ihm spielet, die feinste Geome-trie beweiset. Unendlich werden wir uns wundern,wenn wir, in unserm Daseyn einen Schritt weiter,alles das mit klarem Blicke sehen, was wir inunsrer vielorganisirten gvltlich.n Maschine mit Sin-nen und Kräften dunkel übten, und in welchemsich seiner Organisation gemäß das Thier schon vorzu-üben sckeinet.

Indessen waren alle diese Kunstwerkzeuge, Ge-hirn » Sinne und Hand, auch in der aufrechten Ge-stalt unwirksam geblieben, wenn uns der Schöpfernicht eine Triebfeder gegeben hätte, die sie alle inBewegung setzte: es war das göttliche Ge-

schenk der Rede Nur durch die Rede wird dieschlummernde Vernunft erweckt, oder vielmehr die

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