der Geschichte der Menschheit. r6r
tcn sich den edlern vor, wie dos Beyspiel der ver-wüdercen Menschen zeiget. Geruch und Geschmackwaren, wie Key dem Thier, ihre ziehenden Füherer — — Ueber die Erde und Kräuter erhoben,herrschet der Geruch nicht mehr, sondern das Auge ^cs bat ein weiteres Reich um sich, und übet sichvon Kindheit auf in der feinsten Geometrie der Li-nien und Farben. Das Ohr, unter den hervor tre-tenden Schädel tief hinunter gesetzt, gelangt na-her zur innern Kammer der Jdecn-Sammlunq, dacs bey dem Thier lauschend hinauf stebt, und beyvielen auch seiner äußern Gestalt nach zugespitztHorcher.
Mil dem aufqerichleken Gange wurde derMensch ein Kunstgeschopf: denn durch ihn, die er-ste und schwerste Kunst, die rin Mensch lernet,wird er ein aweiht, alle zu lernen, und gleichsameine lebendige Kunst zu werden. Siebe das Thier!es hat zum Thcil schon Finger wie der Mensch;nur sind sie hier in einem Hufe, dort in eine Klaue
oder in ein anders Gebilde eingeschlvssen und durch
Schwülen verderbt. Durch die Bildung zum auf-rechten Gange bekam der Mensch freye und künst-liche Hände, Werkzeuge der feinsten Hantiruncgrrund eines immerwährenden Tastens nach neuen kla-ren Ideen. Helvetius hat so fern Recht, daß
die Hand dem Menschen ein großes Hülfsmittcl seinerVernunft gewesen. denn was ist nicht cho' der Rüs-sel dem Elephanken? Ja dieses cute Gefühl derHände ist in seinen Körper verbreitet, und ben ver-stümmelten Menschen haben die Zehen dcS Fußesoft Kunststücke qeübet, die die Hand nicht ü°wii konn-te. Der kleine Daum, der große Zeh, die auchPhilos. und Gesch, III, LH. L I-laen. I,