,6c, Ideen zur Philosophie
gelangen konnte. Allmäblig nahet cs sich derselben:der kriechende Wurm erholt, so viel er kann, vomStaube sein Haupt, und das Secihier schleicht ge-bückt ans Ufer. Mit hohem Halse steht der stolzeHirsch, das edle Roß da, und dem gezähmten Thic-re werden schon seine Triebe gedampft: seine Seele
wird mit Vorideen genährt, die cs zwar noch nichtfassen kann, die cs aber auf Glauben annimmt,und sich gleichsam blind zu ihnen gewohnt. EinWink der fortbildenden Natur in ihrem unsichtbarenorganischen Reich: und der thierisch hinabgezwungcneKörper richtet sich auf, der Baum seines Rückenssproßt gerader und efftorescirt feiner: die Brust hat
sich gewölbet, die Hüsten geschlossen, der Hals' er-hoben , die Sinne sind schöner geordnet, und strah-len zusammen ins hellere Bewußtsepn, ja zuletzt inEinen Gottesgedanken. Und das alles, wodurchanders? als vielleicht, wann die organischen Kräf-te sattsam geübt sind, durch Ein Machtwort derSchöpfung: Geschöpf, stehe ausvon derErde!
III.
Der Mensch ist zu feinern Sinnen, zurKunst und zur Sprache organisiret.
d^ahe dem Boden hattennur einen kleinen Umfang,
alle Sinne deS Menschenund die niedrigen dräng-ten