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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
Seite
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gendsten des Kinnbeins Linien ziehen: so wird nichtnur die Varietät der Kopfbildung selbst, sondernauch der Grund derselben sichtbar, daß Alles vonder Fo r m u n g u n d R i c htu n g dieser T hei-le zum horizontalen und perpendicu-laren Gange, mithin zum ganzen Habitus desGeschöpfs abhange, und hiernach, zu Folge ei-nes einfachen Bildungs-Principium, in die größesieMannigfaltigkeit Einheit gebracht werden möge.

2 daß ein zweyter Galen in unfern Tagendas Buch des Alten von den Thcilcn des menschlichenKörpers insonderheit zu dem Zweck erneute, damitdie Vollkommenheit unsrer Gestalt im aufrechtenGange nach allen Proportionen und Wirkungen of-fenbar würde! Daß er in fortgehcnder Vergleichungmit denen uns nächsten Thieren den Menschen vomersten Anfänge seiner Sichtbarkeit in seinen thieri-schen und geistigen Verrichtungen, in der feinern Pro-portion aller Theile zu einander, zuletzt den ganzensprossenden Baum bis zu seiner Krone, dem Ge-hirn , verfolgte, und durch Vergleichungen zeigte,wie eine solche nur hier sprossen konnte! Die auf-gcrichtele Gestalt ist die schönste und natürlichste füralle Gewächse der Erde. Wie der Baum aufwärtswächst, wie die Pflanze aufwärts blühet: so sollteman auch vermuthen, daß jedes edlere Geschöpf die-sen Wuchs, diese Stellung haben, und nicht wieein hingestrecktes, auf vier Stützen geschlagenes G»»rippe sich Herschleppen sollte. Aber das Thier mußtein diesen frühcrn Perioden seiner Niedergeschlagen-heit noch animalische Kräfte ausarbeiten, und sichmit Sinnen und Trieben üben lernen, ehe es zuunsrer, der freyesten und vollkommensten, Stellung