i 53 Ideen zur Philosophie
zum Boden der Nase, und eine andre von der höch-sten Hervorragung des Stirnbeins bis auf den ammeisten hervorragenden Theil der Oberkinnlade imschärfsten Profil ziehet. Er meynt in diesem Win-kel nicht nur den Unterschied der Lhiere, sondern auchder verschiednen Nationen zu finden, und glaubt,die Natur habe sich dieses Winkels bedient, alle Ver-schiedenheiten der Thiere zu bestimmen, und sie gleich-sam stufenweise bis zum schönsten der schönen Men-schen zu erheben. Die Vögel beschreiben die kleinstenWinkel, und diese Winkel werden größer, je nach-dem sich das Thier der menschlichen Gestalt nähert.Die Affenköpfe steigen von 42 bis zu 5 c> Grade»;der letzte ist dem Menschen ähnlich. Der Neger undKalmuke haben 70, der Europäer Ln Grade, unddie Griechen haben ihr Ideal von 9« bis zu an«Graden verschönert. Was über diese Linie fällt, wirdein Ungeheuer; sie ist also das Höchste, wozu dieAlten die Schönheit ihrer Köpfe gebracht haben. Sofrappant diese Bemerkung ist, so sebr freuet cs mich,sie, wie ich glaube, auf ihren physischen Grund zu-rück führen zu können; es ist dieser ncmlich dasVerhält» iß des Geschöpfs zur hori-zontalen und p e r p e n di c u I ar e n K 0 pfstel-lung und Bildung, von der am Ende dieglückliche Lage des Gehirns, so wie die Schönheitund Proportion aller Gesichtstheile abhängl. Wennman das Camp ersc he Verhältniß also vollständigmachen, und zugleich seinen Grund erweisen will: sodarf man nur statt des Ohrs den letzten Halswirbelzum Punkt nehmen, und von ihm zum letztenPunkt des Hinterhaupts, zum obersten des Schei-tels , zum vordersten der Stirn, zum hervorsprm-