der Geschichte der Menschheit. ,55
lebendigen Geschöpfen, um das Haupt, als seineKrone, zu nähren. Man sollte sagen, daß der Reiheder Geschöpfe nach die Natur allen ihren Organis-mus anwendc, immer mehr und ein feineres Ge-hirn zu bereiten, mithin dem Geschöpf einen frcpcrnMittelpunkt von Empfindungen und Gedanken zusammeln. Je weiter sie hinauf rückt, desto mehr treiL'tsie ihr Werk: so viel sie nemlich thun kann, obnedas Haupt des Geschöpfs zu beschweren und seinesinnlichen Lebensverrichtungen zu stören. Lasset unseinige Glieder dieser hinaufstcigenden organischenEmpsindungskctte, auch in der äußern Formund Richtung ihres Haupts, bemerken.
,. In Thieren, wo das Haupt mit dem Kör-per noch horizontal liegt, findet die wenigste Aus-arbeitung des Gehirns statt; die Natur har ihreReize und Triebe tiefer umher verbreitet. Würmerund Pflanzenthicre, Insekten, Fische, Amphibien sinddergleichen. In den untersten Gliedern der organi-schen Kette ist kaum noch ein Haupt sichtbar, inandern kommts wie ein Auge hervor. Klein ists
in den Insekten, in den Fischen ist Haupt und Kör-per noch eins, und in den Amphibien behalt esgrößtencheils noch seine Horizontal-Lage mit demganzen kriechenden Körper. Je mehr es sich los machtund hebet, desto mehr erwacht das Geschöpf aus seinerthicrischcn Dumpfheit; um so mehr tritt auch dasGebiß zurück, und scheint nicht mehr die ganze vor-gestreckte Kraft des horizontalen Körpers. Man ver-gleiche den Haysisch, der gleichsam ganz Rachen undGebiß ist, oder den verschlingenden schleichenden Kro-kodil! mit feinern Organisationen, und man wirddurch zahlreiche Beyspiele auf den Satz geführt wer-