Hs-
V
l
164 Ideen zur Philosophie
ncrcr Bewegung erschaffen wollte, bis sie allmahligauch die andern Glieder als Werkzeuge und Dar-stellung des Innern nachholt. Schon also im Mut-terleibs wird der Mensch zur aufrechten Stellungund zu allem, was von ihr abhangt, gebildet. Inkeinem Hangenden Thierleibe wird er getragen; ihmist eine künstlichere Formungsstatte bereitet, die aufihrer Basis ruhet. Da sitzt der kleine Schlafende,und das Blut dringt zu seinem Haupt, bis diesesdurch seine eigne Schwere sinket. Kurz, der Menschist, was er scyn soll, (und dazu wirken alle Theile,)rin aufstrebender Baum, gekrönt mit der schönstenKrone einer feiner» G c d a n ke n b i l d u n g.
II.
Zurücksicht von der Organisation des mensch-lichen Haupts auf die nieder» Geschöpfe,die sich seiner Bildung nähern.
^st unser Weg bisher richtig gewesen; so muß, dadie Natur immer gleichförmig wirkt, auch Key nie-drigcrn Geschöpfen dieselbe Analogie im Verhalt-niß ihres Haupts zu dem gesummten Gliederbauherrschen, und sie herrscht auf die augenscheinlichsteWeise. Wie die Pflanze darauf arbeitet, das Kunst-werk der Blume, als des Geschöpfs Krone, hervorzu treiben: so arbeitet der ganze Gliederbau in den