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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
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146 Ideen zur Philosophie

anders ist hier die Haushaltung der Natur, als wiesich unsre abstrahirte Psychologie die Sinne undKräfte der Seele denket! Wer würde aus der Me-taphysik crrathcn, daß die Nerven der Sinne alsoentstehen, sich also trennen und verbinden? und dochsind dies die einzigen Gegenden des Gehirns, diewir in ihren organischen Zwecken kennen, weil unsihre Wirkung vor's Auge gelegt ist. Also bleibtuns nichts übrig, als diese heilige Wcrkstatte derIdeen, das innere Gehirn, wo sich die Sinne einan-der nähern, als die Gebärmutter anzusehcn, in denensich die Frucht der Gedanken unsichtbar und unzer-theilt bildet. Ist jene gesund und frisch, und ge-wahrt der Frucht nicht nur die gehörige Gcistes-und Lebenswarme, sondern auch den geräumigenOrt, die schickliche Statte, auf welcher die Empfin-dungen der Sinne und des ganzen Körpers von derunsichtbaren organischen Kraft, die hier alles durch-webt, erfasset, und, wenn ich metaphorisch redendarf, in den lichten Punkt vereinigt werdenkönnen, der höhere Besinnung heißt: so wird,wenn äußere Umstande des Unterrichts und der Jdeen-wcckung dazu kommen, das fein organisirte Geschöpfder Vernunft fähig. Ist dieses nicht, fehlen demGehirne wesentliche Theilc oder feinere Safte: neh-men gröbere Sinne den Platz ein, oder findet essich endlich in einer verschobenen, zusammen gedruck-ten Lage: was wird dis Folge seyn? als daß jenefeine Ausammcnstrahlung der Ideen nicht statt finde,daß das Geschöpf ein Knecht der Sinne bleibe.

5 . Die Bildung der verschiedenen Thiergehirnescheint dies augenscheinlich darzulegen, und ebenhieraus, verglichen mir der äußern Organisation und