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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
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130
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Ideen zur Philosophie

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schwächen, welches der Gong der Mcnschenthiere,ihre Erziehung, ihre Lebensart, ihr Gliederbau haktescyn müssen? u. s. f. Aber fliehe, unseliges undabscheuliches Bild! häßliche Unnatur des natürlichenMenschen! Du bist weder in der Natur da; nochsollst du durch einen Strich meiner Farben vorgestelltwerden. Denn:

2 . Der aufrechte Gang desMenschenist ihm einzig natürlich: ja er ist dieOrganisation zum ganze» Berus sei-ner Gattung, und sein unterscheidenderCharakter.

Kein Volk der Erde hat man vicrfüßig gefunden;auch die wildesten haben aufrechten Gang, so sehrsich manche an Bildung und Lebensart den Thierennähern. Selbst die Un fühl baren des Diodorssammt andern Fabelgeschopsen alter und mittlererSchriftsteller gehen auf zwei) Beinen; und ich begrei-fe nicht, wie das Menschengeschlecht, wenn es jediese niedrige Lebensweise als Natur gehabt hatte,sich zu einer andern so zwang-, so kunstvollen jemalswürde erhoben haben. Welche Mühe kostete cs, dieVerwilderten, die man fand, zu unsrer Lebensart undNahrung zu gewöhnen! und sie waren nur verwil-dert, nur wenige Jahre unter diesen Unvernünftigengewesen. Das Eskimoische Mädchen hatte sogar nochBegriffe seines vorigen Zustandes, Reste der Spracheund Instinkte zu seinem Vaterlande; und doch lagseine Vernunft in Thierheit gefangen: es hatte vonseinen Reisen, von seinem ganzen wilden Zustandekeine Erinnerung- Die andern besaßen nicht nur keineSprache, sondern waren zum Theil auch auf immerzur menschlichen Sprache verwahrloset. Und das