,428 Ideen zur Philosophie
Nun muß es zugegeben werden, daß dieserGang dem Menschen nicht so wesentlich scy, daßetwa jeder andre ihm so unmöglich, wie das Flie-gen würde. Nicht nur Kinder zeigen das Gegemheil,sondern die Menschen, die unter die Thicre gerie-khen, haben's durch Erfahrung bewiesen. Eils biszwölf Personen *) dieser Art sind bekannt, und ob-wohl nicht alle hinlänglich beobachtet und beschriebenworden, so ergeben doch einige Beyspicle deutlich,daß der biegsamen Natur des Menschen auch der fürihn ungemäßeste Gang nicht ganz unmöglich werde.Sein Kopf sowohl als sein Unterleib liegen mehrvorwärts; der Körper kann also auch vorwärts fal-len, wie der Kopf im Schlummer sinket. Kein tod-tcr Körper kann aufrecht sieben, und nur durch ei-ne zahllose Menge angestrengter Thatigkeiten wird un-ser künstlicher Stand und Gang möglich.
Also ist eben auch begreiflich, daß mit demlhierartigen Gange viele Glieder des menschlichenKörpers ihre Gestalt und Verhältnis zu einanderandern müssen; wie abermals das Bepspicl derverwilderten Menschen zeigt. Der Irländische Knabe,dcn TulpiuS beschrieben, hatte eine flache Stirn,ein erhöhtes Hinterhaupt, eine weite blockende Kehle,eine dicke, an den Gaum gewachsene Zunge, einestark einwärts gezogene Herzgrube: gerade wie es
der vierfüßiqe Gang geben Mußte. Das Niederlän-dische Mädchen, das noch aufrecht ging, und beydem sich die weibliche Natur so weit erhalten hatte,daß es sich mit einer Strohschürze deckte, hatte eine
braune,
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