der Geschichte der Menschheit. 127
seines Geschlechts im Ganzen treu bleibt, und wir al-lein nicht die Nothwcndigkeit, sondern die WiUkührz» unsrer Göttin erwählt haben, so muß dieser Unter-schied als Lhatsnche untersucht werden: denn solche ister unlaugbar. Die andre Frage: wie der Menschdazu gekommen? ob dieser Unterschied ihm ursprüng-lich scy, oder ob er angenommen und affektirt worden?ist von einer andern, nemlich von blos historischer Art;auch hier müßte die Perfecribilikat oder Cvrrupkibilitat,in der es ihm bisher noch kein Thier nachgetha» hat,doch auch zum auszeichnenden Charakter seiner Gat-tung gehört haben. Wir setzen also alle MetaphysikKey Seite, und halten uns an Physiologie und Er-fahrung.
i. Die Gestalt des Menschen istaufrecht; er ist hierin einzig aus derErde. Denn ob der Bar gleich einen breiten Fußhat, und sich im Kampf aufwärts richtet: obgleichder Affe und Pygmäe zuweilen aufrecht gehen oderlaufen, so ist doch seinem Geschlecht allein dieserGang beständig und natürlich. Sein Fuß ist festerund breiter, er bat einen längeren großen Zeh, dader Affe nur einen Daumen hat: auch seine Ferseist zum Fußblatt gezogen. Zu dieser Stellung sindalle dahin wirkende Muskeln bequemt. Die Wade istvergrößert, das Becken zurück, die Hüften auseinan-der gezogen, der Rücken ist weniger gekrümmt, dieBrust erweitert: er hat Schlüsselbeine und Schultern,an den Händen fein fühlende Finger, der hinsinkendeKopf ist auf den Muskeln des Halses zur Krone desGebäudes erhoben: der Mensch ist , ein
über sich, ein weit um sich schauendes Geschöpf.