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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
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Ideen zur Philosophie

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wie jedes Thier seine Speise sucht, ja, wenn's seineLebensart fordert, sie sich zum Vorrath zusammcn-trägt und ordnet. Sie bauen die Zellen, wie so vielandre Thiere sich ihre Wohnungen bauen, jedes aufseine Weise. Sie nähren, da sie geschlechtlos sind,die Jungen des Bienenstocks, wie andre ihre eignenJungen nähren, und tobten die Drohnen, wie jedesThier ein andres tobtet, das ihm seinen Vorrachraubt und seinem Hause zur Last fallt. Wie diesalles nicht ohne Sinn und Gefühl geschehen kann:so ist's indes doch nur Bicnensinn, Bicnengefühl;weder der bloße Mechanismus, Len Buffon, nochdie entwickelte mathematisch-politische Vernunft, dieandre ihnen angedichtet haben. Ihre Seele ist indiese Organisation eingeschloffen und mit ihr innsqverwebet. Sie wirkt also derselben gemäß: künstlichund fein, aber enge und in einem sehr kleinen Kreise.Der Bienenstock ist ihre Welt, und das Geschäftdesselben hat der Schöpfer noch durch eine dreyfacheOrganisation dreysach vertheilek.

Auch das Wort Fertigkeit müssen wir unsalso nicht irre machen lassen, wenn wir diese orga-nische Kunst Key manchen Geschöpfen sogleich nachihrer Geburt bemerken. Unsre Fertigkeit entsteht ausUebungen: die ihrige nicht. Ist ihre Organisationausgebildet, so sind auch die Kräfte derselben invollem Spiel. Wer hat die größeste Fertigkeit aufder Welt? Der fallende Stein, die blühendeBlume: er fällt, sie blühet ihrer Natur nach.Der Krystall schießt fertiger und regelmäßiger zusam-men , als die Biene bauet und als die Spinnewebet. In jenem ist's nur noch organischer blinderTrieb, der nie fehlen kann; in diesen ist er schon