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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 97

Niger sie in andre Zwecke vertheilt ist. Wo sie kann,ist sie im ganzen Keim da, und treibt neue Schöß-linge und Knospen: ein Zweig vom Baume stellt denganzen Baum dar. Wir rufen also sogleich Einender vorigen Satze hier zu Hülfe, und baben dasRecht, nach aller Analogie der Natur zU sagen: woWirkung ist, muß Kraft, wo neues Le-ben ist, muß ein Principium deS neuenLebens seyn, und in jedem pflaNzenarligeNGeschöpf muß dieses sich in der größten Wirksam-keit finden. Die Theorie der Keime, die man zurErklärung der Vegetation angenommen bat, erklä-ret eigentlich nichts: denn der Keim ist schon ein

Gebilde, und wo dieses ist, muß eine organischeKraft sepn, die es bildet. Im ersten Saamcnkornder Schöpfung hat kein Zergliederer alle künftigeKeime entdeckt; sie werden uns nicht eher sichtbar,als bis die Pflanze zu ihrer eignen völligen Kraftgelangt ist, und wir haben durch alle Erfahrungenkein Recht, sie etwas anderm, als der organi-schen Kraft der Pflanze selbst, zuzuschreiben, dieauf sic mit stiller Intensität wirkt. Die Natur ge-wahrte diesem Geschöpf, was sie ihm gewährenkonnte, und erstattete das Vielfache, das sie ihmentziehen mußte, durch die Innigkeit der EinenKraft, die in ihm wirkt. Was sollte die Pflanze mitKräften der Thierbewegung, da sie nicht von ihrerStelle kann? warum sollte sie andre Pflanzen umsich her erkennen können, da dies Erkcnntniß ihrQuaal wäre? Aber die Luft, das Licht, ihren Saftder Nahrung zieht sie an, Und genießt sie pflanzen-artig ; den Trieb zu wachsen, zu blühen und sich

Philos. und Gesch. III. LH. G

TÄee». I.