der Geschichte der Menschheit. 92
nnd Gedanken zu, weil wir ihre tägliche Gewohn-heit vor uns sehen; andre können hievon deswegennicht ausgeschlossen sei)», weil wir sie nicht nahund innig genug kennen, oder weil uns ihre Werkezu kunstreich dünken: denn unsre Unwiffenhcit oderKunstlosigkeit ist kein absoluter Maßstab aller Kunst-Ideen und Kunstgesühle der belebten Schöpfung.
3 . Also: Wo Kunst geübt wird, ist
ein Kunstsinn, der sie übet, und wo einGeschöpf durch Thaten zeigt, daß es Begebenheitender Natur zuvor wisse, indem cs ihnen zu entgehentrachtet; da muß cs einen innern Sinn, ein Organ,ein Medium dieser Voraussicht habe»; wir mögcn'sbegreifen können oder nicht. Die Kräfte der Naturwerden deshalb nicht verändert.
4. Es mögen viel Medien in derSchöpfung seyn, von denen wir nichtdas Mindeste wissen, weil wir kein Or-gln: zu ihnen haben; ja es müssen derselbenviel seyn, da wir fast Key jedem Geschöpf Wirkun-gen sehen, die wir uns aus unsrer Organisationnicht zu erklären vermögen.
5 . Die Schöpfung ist unendlich größer, in derMillionen Geschöpfe, jedes von besondcrm Sinnund Triebe eine eigne Welt genießet, ein eignes Werktreibet; als eine andre Wüste, die der unachtsameMensch allein mit seinen fünf stumpfen Sinnen be-tasten soll.
6. Wer einiges Gefühl für die Hoheit undMacht der sinn - und kunst- und lcbenreichen Naturhat, wird dankbar annchmen, was seine Organisa-tion in sich schließt; ihr aber deswegen den Geistaller ihrer übrigen Werke nicht in's Gesicht läugnen,