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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
Seite
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der Geschichte der Menschheit. 89

Wesens wäre übel daran gewesen, wenn der Zufalldas Werk gehabt hatte, mit organischen Formen zuspielen. Also schied die weise Mutter und trennet?die Geschlechter. Sie wußte aber eine Organisationzu finden, wo sich zwe» Geschöpfe zu Einem verein-ten , und in ibrcr Mitte ein Drittes würde, derAbdruck ihrer Beyder im Augenblick der innigstenorganischen Lebenswarme.

In dieser empfangen, wird das neue Wesenallein auch durch sie fortgebildct. Mütterliche Warmeumfangt es und bildet cs aus. Noch athmct seineLunge nicht, und seine größere Brustdrüse sauget;selbst bcym Menschen scheint die rechte Herzkam-mer noch zu fehlen, und statt des Blutes fließt einweißer Saft durch feine Adern. Je mehr indeß diemütterliche Warme auch seine innere Warme an-sacht: dcsto mehr bildet sich das Herz, das Blut röchetsich, und gewinnt, ob es gleich die Lunge noch nichtberühren kann, energischen Kreislauf. In lautenPulsschlage» regt sich das Geschöpf, und tritt end-lich vollkommen gebildet auf die Welt, begabt mitallen Trieben der Selbstbewequug und Empfindung,zu denen es nur in einem lebendigen Geschöpf die-ser Art organisirt werden konnte. Sogleich reichenihm Luft, Milch, Nahrungsmittel, selbst der Schmerzund jedes Bedürfnis Anlässe dar, auf tausend We-gen Warme einzusaugen, und sie durch Fibern,Muskeln, und Nerven zu dem Wesen zu verarbei-ten, das keine niedrigere Organisation erarbeitenkann. Es wachst bis zu den Jahren, da es imUeberfluß seiner Lebenswarme sich fortzubildcn, zuvervielfältigen strebt, und der organische Lebcnszirkelalso von neuem anfangt