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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
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Ideen zur Philosophie

auch die Vollkommenheit seiner Gattung, wahrschein-lich also auch seine Fädigkeit zu einem seinern Ge-fühl des Wohlseyns zu, in dessen alles durchgehen-dem Strom die allerwärmmdc, allbelebeude, allgcnie-ßende Mutter sich selbst fühlet,

Zweytcns. Je vielfacher die innere Organi-sation des Geschöpfs zur feinem Lcbenswarme ward,desto mehr, sehen wir, wird dasselbe fähig, Leben-dige zu empfangen und zu gebaren. Aber-mals eine Sprosse desselben großen Lebcnshaumesdurch alle Gattungen der Geschöpfe *).

Es ist bkkgnnt, daß die meisten Pflanzen sichselbst begatten, und daß auch, wo die Glieder desGeschlechts gcthcilt sind, sich viel Androqnnen undPolygamen finden. Gleicher Gestalt ist's bcnierkt,daß Key den niedrigem Äxten der Thicre, den Pflan-zcngeschöpfcn, Schnecken, Jnsccten entweder die thre-rischen Zcugungstheile noch fehlen, und das Geschöpfwie Pflanze nur fortzusprossen scheinet, oder daß csunter ihnen Hermaphroditen, Androgynen, und meh-rere Anomalien gebe, die hier aufzuzahlen nicht derOrt ist. Je vielfacher die Organisation des Thierswird, desto bestimmter gehen die Geschlechter aus-einander. Hier konnte sich die Natur nicht mehr anorganischen Keimen begnügen; die Formung einesin seinen Theilen so vielartigcn und vielgestaltcten

*) Man wende nicht ein, daß auch Polypen, einigeSchnecken, und sogar die Blattläuse Lebendige ge-bären : auf diese Weise gebiert auch die PflanzeLebendige, indem sie Kenne treibet. Hier ist vonlebendig-gebärenden säugenden Lhieren die Vede.