der Geschichte der Menschheit. 86
Brust zu cdlern Thcilen Raum. Selbst die Nerven,die zu jenen Thcilen sichren mußten, ließ sie weitvom Haupt aus niedrigen Stämmen entspringen,und entnahm sie mit ihren Muskeln und Fiberngroßenthcils dem Willen der Seele. Pflanzenartigwird hier der Saft der Fortpflanzung bereitet, undauch die junge Frucht noch als Pflanze genähret.Pflanzenartig blühet die Kraft dieser Theile undTriebe zuerst ab, wenn das Herz noch und vielleichtrascher schlagt, und der Kopf Heller denket. DasWachsthum des menschlichen Körpers in seinen Thei-len geschieht, nach Martin ets feiner Bemerkung *),minder in den obcrn als untern Thcilen des Kör-pers; gleich als ob der Mensch ein Baum wäre, derunten auf seinem Stamm wüchse. Kurz, so ver-schlungen der Bau unsers Körpers ist, so ist offen-bar, daß die Theile, die blos zur animalischen Nah-rung und Fortpflanzung dienen, auch ihrer Organi-sation nach mit Nichten die herrschenden Theile derBestimmung eines Thiers, geschweige des Menschen,werden sollten und werden konnten.
Und welche wählte denn die Natur zu diesen?Lasset uns ihrem Bau von innen und außen folgen.* - *
Durch die Reihen aller lebendigen Erdwescn er-streckt sich die Ordnung, daß
r) Thiere mit Einer Höhle und Einer Kammerdes Herzens, wie die Amphibien und Fische,auch kälteres Blut; daß
Siehe Martin ets Katechismus der Natur,Th. I. S. 6r6 , wo durch eine Kupfertasel dasWachsthum nach Jahren gezeigt wkrd.