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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 67

che Mensch wird hier von Schlangen, dort vom Un-geziefer verfolgt; hier vom Tiger, dort vom Hay-sisch verschlungen. Alles ist im Streit gegen einan-der, weil alles selbst bedrängt ist; muß sich seinerHaut wehren und für sein Leben sorgen.

Warum tbat die Natur dies? warum drängtesie so die Geschöpfe auf einander? Weil sie im klein-sten Raum die größeste und vielfachste Anzahl derLebenden schaffen wollte, wo also auch Eins dasandre überwältigt, und nur durch das Gleichge-wicht der Kräfte Friede wird in der Schöpfung.Jede Gattung sorgt für sich, als ob sie die EinigeWare; ihr zur Seite siebt aber eine andre da, diesie einschränkt, und nur in diesem Verhaltniß ent-gegengesetzter Arten fand die Schöpferin dasMittel zur Erhaltung des Ganzen. Sie wog dieKräfte, sie zahlte die Glieder, sic bestimmte dieTriebe der Gattungen gegen einander; und ließübrigens die Erde tragen, was sic zu tragen ver-mochte.

Es kümmert mich also nicht, ob große Thicr-gattungen unkergegange» sind. Ging der Mammuthunter: so gingen auch Niesen unter; cs war ein

andres Verhaltniß zwischen den Geschlechtern. Wiees jetzt ist , sehen wir das offenbare Gleichgewicht'nicht nur im Ganzen der Erde, sondern auch selbstin einzelnen Welttheilen und Ländern. Die Kul-tur kann Thiere verdrängen: sie kann sie aber schwer-lich' ausretten, wenigstens hat sie dies Werk nochin keinem großen Erdtheil vollendet; und muß siestatt der verdrängten Wilden nicht in einem grös-ser» Maas zahmere Thiere nähren ? Noch ist also,Key der gegenwärtigen Beschaffenheit unsrer Erde,

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