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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 6r

Auf den Lappländischen Felsen, den Alpen, den Py-renäen wachsen, der Entfernung ungeachtet, dieselbenoder ähnliche Krauter; Nord-Amerika und die hohenStrecken der Tartarey erziehen gleiche Kinder. Aufsolchen Ecdhöhen, wo der Wind die Gewächse un-sanft beweget, und ihr Sommer kürzer dauert, blei-ben sie zwar klein; sie sind hingegen voll unzähligerSamenkörner: da, wenn man sie in Garten ver-

pflanzt, sic hoher wachsen, und größere Blätter, aberweniger Frucht tragen. Jedermann sichet die durch-scheinende Aehnlichkeit zu Thieren und Menschen.Alle Gewächse lieben die freye Lust: sie neigen sichin den Treibhäusern zu der Gegend des Lichts, wennsie auch durch ein Loch hinaus dringen sollten. Ineiner eingeschlossenen Warme werden sie schlanker undrankichter, aber zugleich bleicher, fruchtloser, und las-sen nachher, zu plötzlich an die Sonne versetzt, dieBlätter sinken. Ob es mit den Menschen und Thie-ren einer verzärtelnden oder zwangvollen Kultur an-ders wär? Mannigfaltigkeit des Erdreichs und derLuft macht Spielarten an Pflanzen, wie an Thierenund Menschen; und je mehr jene an Sachen derZierde, an Form der Blätter, an Zahl der Blu-menstiele gewinnen: desto mehr verlieren sie an Kraftder Selbstfortpflanzung. Ob es be» Thieren undMenschen, (die größere Stärke ihrer Vielfachern Na-tur abgerechnet,) anders wäre? Gewachst, die inwarmen Ländern zur Baumcsgröße wachsen, bleibenin kalten Gegenden kleine Krüppel. Diese Pflanzeist für das Meer, jene für den Sumpf, diese fürQuellen und Seen geschaffen; die eine liebt denSchnee, die andre den überschwemmenden Regen derheißen Zone; und alles dies charakterisirt ihre Ge-