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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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t-2 'Ideen zur Philosophie

statt, ihre Bildung. Bereitet uns dieses alles nichtvor, auch in Ansehung des organischen Gebäudes derMenschheit, sosern wir Pflanzen sind, dieselbe Va-rietäten zu erwarten?

Insonderheit ist cs angenehm, die eigne Art zubemerken, mit der die Gewächse sich nach der Jahres-zeit, ja gar nach der Stunde» des Tages richten, undsich nur allmählich zu einem fremden Klima gewöh-nen. Näher am Pol verspäten sie sich im Wachsen,und reifen desto schneller, weil der Sommer spaterkommt und starker wirkt. Pflanzen, die, in densüdlichen Wettcheilen gewachsen, nach Europa gebrachrwurden, reiften das erste Jahr später, weil sie nochdie Sonne ihres Klima erwarteten; den folgendenSommer allmählich geschwinder, weil sie sich schonzu diesem Luftstrich gewohnten. In der künstlichenWärme des Treibhauses hielt jede noch die Zeit ihresVarcrlandes, wenn sic auch 60 Jahr in Europa ge-wesen war. Die Pflanzen vom Eap blühen imWinker, weil alsdann in ihrem Vaterlande Som-merzeit ist. Die Wunderblume blühet in der Nacht;vermutblich, sagt Linneus weil sodann inAmerika, ihrem Vakerlande, Tageszeit ist. So haltjede ihre Zeit, selbst ihre Stunde des Tags, da siesich schließet und aufthut.Diese Dinge," sagt derbotanische Philosoph *),scheinen zu weisen , daßetwas mehr zu ihrem Wachsthum gehöre, alsWärme und Wasser;" und gewiß hat man auchKey der organischen Verschiedenheit des Mcnschengc-

I Siehe Abhandl. der Schweb. Akademie der Wis-senschaften. B, >.. S. 6. u. f.