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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 55

sen schon an jene kahlen Felsen an, die noch kei-nem Fuß eines Lebendigen Wohnung gewahren. Wonur ein Körnchen lockce Erde ihren Samen aufneh-men kann, und ein Blick der Sonne ihn erwärmt,gehet sie auf, und stirbt in einem fruchtbaren Tode,indem ihr Staub andern Gewachsen zur bessernMuttcrhülle dient. So werden Felsen begraset undbeblümt: so werden Moräste mit der Zeit zu einerKräuter- und Blumen-Wüste. Die verwesete wildePflanzenschöpfung ist das immer fortwirkende Treib-haus der Natur zur .Organisation der Geschöpfe undzur weitern Kultur der Erde.

Es fällt in die Augen, daß das menschlicheLeben, sofern es Vegetation ist, auch das Schicksalder Pflanzen habe. Wie sie, wird Mensch undThier aus einem Samen geboren, der auch alsKeim eines künftigen Baums eine Mutterhülle for-dert. Sc,in erstes Gebilde entwickelt sich pflanzcnar-tig im Mutterleiber ja auch außer demselben ist un-ser Fibcrngebäude in seinen ersten Sprossen undKräften nicht fast der Sensitive, ähnlich? Unsre Le-bensalter sind die Lebensalter der Pflanze: wir ge-hen auf, wachsen, blühen, blühen ab und sterben.Ohne unfern Willen werden wir hervor gerufen, undniemand wird gefragt: welches Geschlechts er seyn?von welchen Acltern er entsprießen? auf welchemBoden er dürftig oder üppig fortkommen? durchwelchen Zufall endlich von innen oder von außen erunrergcbn wolle? In alle diesem muß der MenschHetzern Gesetzen folgen, über die er so wenig als die