der Geschichte der Menschheit. 41
Zweitens. Fragt man also: warum cs ausserunser» vier Welttheilcn keinen fünften Weltthcil injenem Ungeheuern Meer gibt, in dem man ihn solange für gewiß gehalten, so ist die Antwort anjctztdurch Thatsachcn ziemlich entschieden: weil eS in dieserMeerestiefe kein so hohes Urgebirg gab, an demsich ein großes festes Land bilden konnte. Die Asia-tischen Gebirge schneiden sich in Ceylon mit demAdams - Berge, auf Sumatra und Borneo mit denBergstrecken aus Malakka und Siam ab, so wie dieAfrikanischen am Vorgebirge der guten Hoffnung unddie Amerikanischen am Feuerlande. Nun geht derGranit, die Grundsaule deS festen Landes, in dieTiefe nieder, und kommt, hohen Strecken nach,nirgends mehr über dem Meer zum Vorschein. DaSgroße Neuholland hat keine Gebirgskette der erstenGattung; die Philippinen, Molukken und die an-dern hin und wieder zerstreuten Inseln sind alle nurvulkanischer Act, und viele derselben haben noch bisjetzt Vulkane. Hier konnten also zwar der Schwefelund die Kiese ihr Werk verrichten und den Gewürz-garten der Welt hinauf bauen helfen, den sie mitihrer unterirdischen Glut als ein Treibhaus der Na-tur wahrscheinlich mit unterhalten. Auch die Koral-lenthiere tbun was sie können *) und bringen inJahrtausenden vielleicht die Jnselchen hervor, die alsPunkte im Weltmeer liegen; weiter aber erstrecktensich die Kräfte dieser südlichen Weltgegend nicht.Die Natur halte diese ungeheuren Strecken zur gros-sen Wafferkluft bestimmt: denn auch sie war dem
bewohnten Lande unentbehrlich. Entdeckt sich einst
') Försters Bemerkungen. S. 126 u. f.