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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 2g

daher weniger auf dasselbe wirken können, unduns, die wir alles durchkrochen haben, ist dieserungeheure Erdtheil so gut als unbekannt; bloßund allein, weil er keine tiefe Einschnitte des Meershat, und sich wie ein unzngnngbares Goldlandmit Einer stumpfen Strecke ausbreitet. Amerikaist vielleicht auch deswegen voll so viel kleiner Na-tionen *), weil es nörd- und südlich mit Flüssen,Seen und Bergen durchschnitten und zerhackt ist.Seiner Lage nach ist's von außen das zugangbarsteLand, da es aus zwei) Halbinseln besteht, dienur durch einen engen Isthmus zusammen hangen,an dem die tiefe Einbucht noch einen ArchipelaguSvon Inseln bildet. Es ist also gleichsam ganz Ufer:und daher auch der Besitz fast aller EuropäischenSeemächte, so wie im Kriege immer der Apfel desSpiels. Günstig ist diese Lage für uns EuropäischeRäuber; ungünstig war seine innce Durchschnitten-heit für die Bildung der alten Einwohner. Sielebten von einander durch Seen und Ströme, durchplötzlich abbcechende Höhen und Tiefen zu sehr geson-dert, als daß die Kultur Eines Erdstrichs oder basalte Wort der Tradition ihrer Vater sich, wie indem breiten Asien, hatte befestigen und ausbreiten mögen.

Warum zeichnet sich Europa durch seine Ver-schiedenheit von Nationen, durch seine Vielgewandt-hcit von Sitten und Künsten, am meisten aber durchdie Wirksamkeit aus, die es auf alle Theile der Weltgehabt hat? Ich weiß wohl, daß cs einen Zusam-

*) Die selbst in ihren Sprachen gar keine »Übereinstim-mung zeigen; Herr von Humbold fand dieses»

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