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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
Seite
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28 Ideen der Philosophie

am Fuß des Caucasus stehen geblieben. Hier fandalso die Tradition so leicht ihren Weg, und konn-te durch neue Traditionen aus derselben oder einerandern Gegend verstärkt werden. Hier wurzelte al-so alles so tief, Religion, Vateranschen, Despo-tismus ! Je naher nach Asien, desto mehr sind die-se Dinge als alte ewige Sitte zu Hause, und un-geachtet aller Verfchiedenkeiten einzelner Staatensind sie über das ganze Südasien gebreitet. Dasnördliche, das durch bohe Bergmauern von jenemgeschieden ist, hat sich in seinen vielen Nationenanders, aber trotz aller Verschiedenheit der Völkerunter sich, auf einen eben so einförmigen Fuß ge-bildet. Der ungeheuerste Strich der Erde, die Tar-tarcy , wimmelt von Nationen verschicdncr Ab-kunft , die doch bcpnah alle auf Einer Stufe derKultur stehen: denn kein Meer trennt sie; sie tum-meln sich aste umher auf einer großen » nordwärts'hinab gesenkten Tafel.

Dagegen, was macht das kleine rothe Meerfür Unterscheidung! Die Abessinier sind ein Arabi-scher Völkerstamm , die Acgypker ein AsiatischesVolk: und welch eine andre Welt von Sitten undLebensweise errichtete sich unter ihnen! An den un-tersten Ecken von Asien zeigt sich ein Gleiches. Derkleine Persische Meerbusen , wie sehr trennt er Ara-bien und Persien! Der kleine Malayische Sinus,wie sehr unterscheidet er die Malayen und Kambo-jer von einander! Bey Afrika ist's offenbar, daßdie Sitten seiner Einwohner weniger verschiedensind, weil diese durch keine Meere und Meerbusen,sondern vielleicht nur durch die Wüsten von einan-der getrennt werden. Auch fremde Nationen haben