der Geschichte der Menschheit. 37
siieß, endlich und zuletzt gar zum Handel führte —lautcr Perioden und Zustände der Menschheit, dieder Ban unsrer Erde in seiner natürlichen Ver-schiedenheit und Abwechselung nolhwendig mach-te. In manchen Erdstrichen haben sich daher dieSitten und Lebensarten Jahrtausende erhalten; inandern sind sie, meistens durch äußre Ursachen,verändert worden, aber immer nach Proportiondes Landes, von dem die Veränderung kam, sowie dessen, in dem sie geschah und auf das sie wirk-te. Meere, Bergketten und Ströme sind die na-türlichsten Abscheidungen, so der Länder, so auchder Völker, Lebensarten, Sprachen und Reiche;ja auch in den gröfirsten Revolutionen menschlicherDinge sind sie die Directionslinien oder die Grän-zen der Weltgeschichte gewesen. Liesen die Berge,flößen die Ströme, uferte das Meer anders; wieunendlich anders hakte man sich auf diesem Tum-melplatz von Nationen umher geworfen!
Ich will nur einige Worte über die Ufer desMeers sagen: sein Schauplatz ist so weit, als
mannigfaltig und groß die Aussicht des festen Lan-des. Was ist's, das Asien so zusammenhängendan Sitten und Vorurtheilen, ja recht eigentlichzum ersten Erzichungshause und Bildungsplatz derVölker gemacht hat? Zuerst und vorzüglich, daßes solch eine große Strecke festen Landes ist, inwelchem Völker sich nicht nur leicht fortbreiten, son-dern auch lange und immer zusammen hangen muß-ten , sie mochten wollen oder nicht. Das große Ge-birge trennt Nord - und Süd-Asien; sonst aber tren-net diese weiten Strecken kein Meer; der einzigeCaspische See ist als ein Rest des alten Weltmeers