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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
Seite
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der Geschichte der Menschheit. 23

Durch eine leichte, für uns noch unerklärbareUrsache hat die Natur diese Mannigfaltigkeit der Ge-schöpft auf Erden nicht nur befördert, sondern aucheingeschränkt und festgestellet: cs ist der Winkelunsrer Erdachse zum Sonnen aguator.In den Gesetzen der Kugelbewegung liegt er nicht:Jupiter hat ihn nicht; dieser stehet senkrecht auf derBahn zur Sonne. Mars hat ihn wenig; die Ve-nus dagegen ungeheuer spitz, und auch der Saturnmit seinem Ringe und seinen Monden drückt sichseitwärts nieder. Welche unendliche Verschiedenheitder Jahrszeitcn und Sonnenwirkung wird dadurchin unserm Sternensystcm veranlaßt! Unsre Erdeist auch hier ein geschontes Kind, eine mittlere Ge-sellin : der Winkel, mit dem sie eingcsenkt ist, be-trägt noch nicht 24. Grade. Ob sie ihn von je hergehabt, davon darf jetzt noch keine Frage scon; ge-nug, sie har ihn. Der unnatürliche, wenigstens unsunerklärliche, Winkel ist ihr eigen geworden, und hatsich seit Jahrtausenden nicht verändert; er scheinetauch zu dem, was jetzt die Erde und auf ihr dasMenschengeschlecht seyn soll, nothwendig. Mit ihmnämlich, mit dieser schiefen Richtung zur Ekliptik,werden bcstimmtabwechselnde Äonen, die die ganzeErde bewohnbar machen, vom Pol bis zum Acqua-tvr, vom Aequator wieder zum Pol hin. Die Erdemuß sich regelmäßig beugen, damit auch Gegenden,die sonst in Eimmerischer Kalte und Finsternis lä-gen, den Strahl der Sonne sehen und zur Organi-sation geschickt werden. Da uns nun die lange Erd-geschichte zeigt, daß auf alle Revolutionen des mensch-lichen Verstandes und seiner Wirkungen das Ver-hältnis der Zonen viel Einfluß gehabt: denn weder