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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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Ideen zur Philosophie

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aus dem kältesten noch Heisesten Erdgürtel sind je-mals die Wirkungen auf's Ganze erfolgt, die diegemäßigte Zone hervor brachte; so sehen wir aber-mals , mit welchem feinen Zuge der Finger der All-macht alle Umwälzungen und Schattirungcn auf derErde umschrieben und bezirkt Hab Nur eine kleineandre Richtung der Erde zur Sonne, und allesauf ibr wäre anders.

Abgemessene Mannigfaltigkeit ist auch bier dasGesetz der bildenden Kunst des Wcltschöpfers. Eswar ihm nicht genug, daß die Erde in Licht undScharten, dnß das menschliche Leben in Tag undNacht vertbeilt würde; auch das Jahr unsres Ge-schlechts sollte abwechseln, und nur einige Tage er-ließ ec uns am Herbst und Winter. Hiernach wurdeauch die Lange und Kürze des menschlichen Lebens,mithin das Maß unsrer Kräfte, die Revolutionendes menschlichen Alters, die Abwechselungen unsrerGeschäfte, Phänomene und Gedanken, die Nichtig-keit oder Dauer unserer Entschlüsse und Thaten be-stimmt : denn alles dicß, werden wir sehen, ist zu-letzt an dies einfache Gesetz der Tages- und Jahrs-zciten gebunden. Lebte der Mensch langer, wäredie Kraft, der Zweck, der Genuß seines Lebens weni-ger wechselnd und zerstreut, eilte nicht die Natur soperiodisch mit ihm, wie sie mit allen Erscheinungender Jakrszeiten um ihn eilet: so fände freylich zwarweder die große Extension des Menschenreichs aufder Erde, und noch weniger das Gewirrc von Sei-nen Statt, das uns jetzt die Geschichte darbcut: aufeinem schmälern Kreise der Bewohnung aber wirktewahrscheinlich unsre Lebenskraft inniger, stärker,fester. Jetzt ist der Inhalt des Predigerbuchs das