Vorrede,
XHI
die Reihe solcher Zweifel nicht fvrtsetzcn, unddie Widersprüche des Menschen mit sich selbst,unter einander und gegen die ganze andre Schö-pfung, nicht verfolgen. Genug, ich suchte nacheiner Philosophie der Geschichte derMenschheit, wo ich suchen konnte.
Ob ich sie gefunden habe? darüber magdieses Werk, aber noch nicht sein erster Theil,entscheiden. Dieser enthält nur die Grundlage,thcilS iin allgemeinen Ueberblicke unsrer Wohn-stätte, theils im Durchgänge der Organisationen,die unter und mit unS daS Licht dieser Sonnegenießen. Niemanden, hoffe ich, wird dieserGang zu fern hergeholt und zu lange dünken:denn da, um das Schicksal der Menschheit auSdem Luche der Schöpfung zu lesen, es keinenandern als ihn gibt, so kann man ihn nichtsorgsam, nicht vielbeirachtend genug gehen. Werblos metaphysische Speculationen will, hat sieaus kürzerm Wege; ich glaube aber, daß sie,abgetrennt von Erfahrungen und Analogien derNatur, eine Luftfahrt sind, die selten zum Zieleführt. Der Gang GotteS in der Natur, die Gedan-ken, die der Ewige uns in der Reihe seiner Werkethätlich dargelegt hat: sie sind das heilige Luch,an dessen Charakteren ich zwar minder als einLehrling, aber wenigstens mit Treue und Eiferbuchstabirt habe und buchstabiren werde. Wäreich so glücklich, nur Einem meiner Leser etwasvon dem süßen Eindruck mitzutheilen, den ichüber die ewige Weisheit und Güte des uner-