Vorrede.
XI
und Macht herrschet, Er, der auch im menschli-chen Körper und in den Kräften der menschlichenSeele alles so wunderbar und göttlich überdachthat, daß, wenn wir dem Allweisen nur fern-her nachzudenken wagen, wir uns in einem Ab-grunde seiner Gedanken verlieren; wie, sprachich zu mir, dieser Gort sollte in der Bestimmungund Einrichtung unsers Geschlechts im Ganzenvon seiner Weisheit und Güte ablassen und hierkeinen Plan haben? Oder er sollte uns densel-ben verbergen wollen, da er uns in der niedri-gem Schöpfung, die uns weniger angeht, sovielvon den Gesetzen seines ewigen Entwurfs zeigte?Was ist das menschliche Geschlecht im Ganzen,als eine Heerde ohne Hirten? oder wie jener kla-gende Weise sagt: Lassest du sie gehen wieFische im Meere, und wie Gewürme,das keinen Herren hat? — Oder Hallensie nicht nöthig, den Plan zu wissen ? Ich glaubees wohl: denn welcher Mensch übersiehet nurden kleinen Entwurf seines eignen Lebens? unddoch stehet er, so weit er sehen soll, und weiß ge-nug, um seine Schritte zu leiten; indessen wirdnicht auch eben dieses Nichtwissen zum Vorwandgroßer Mißbräuche? Wie viele sind, die, weilsie keinen Plan sehen, es gerade zu läugnen,daß irgend ein Plan scy, oder welche wenigstensmit scheuem Zittern daran denken, und zweifelndglauben, und glaubend zweifeln. Sie wehrensich mit Macht, das menschliche Geschlecht nichtals einen Ameisenhaufen zu betrachten, wo der