Vorrede.
VII
spruch, oder vielmehr nur ein Scheinwvrt, daSsich auf den ersten Blick als ein solches bloß gibt.
Also mußte viel tiefer angefangcn und der Kreisder Ideen viel weiter gezogen werden, wenn dieSchrift einigermaßen ihres Titels werlh seynsollte. Was ist Glückseligkeit der Menschen?und wiefern findet sie auf unsrer Erde Statt?wiefern findet sie, bey der großen Verschiedenheitaller Erdwefen und am meisten der Menschen,allenthalben Statt, unter jeder Verfassung, injedem Klima, bey allen Revolutionen der Um-stände, Lebensalter und Zeiten? Gibt es einenMaßstab dieser verschiednen Zustände, und hatdie Vorsehung auf das Wohlfeyn ihrer Geschöpfein allen diesen Situationen als auf ihren letztenund Hauptendzwcck gerechnet? Alle diese Fragenmußten untersucht, sie mußten durch den wildenLauf der Zeilen und Verfassungen verfolgt undberechnet werden, ehe ein allgemeines Resultatfür's Ganze der Menschheit hcrausgebracht wer-den konnte. Hier war also ein weites Feld zudurchlaufen und in einer großen Tiefe zu graben.Gelesen hatte ich so ziemlich alles, was darübergeschrieben war, und von meiner Jugend an warjedes neue Buch, das über die Geschichte derMenschheit erschien, und worin ich Beytrage zumeiner großen Aufgabe hoffte, wie ein gefunde-ner Schatz. Ich freute mich, daß in den neuernJahren diese Philosophie mehr emporkam, undnutzte jede Bcyhülfe, die mir das Glück verschaffte.
Ein Autor, der sein Buch darstcllt, gibt,