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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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der Geschichte der Menschheit. 3ce3

für die wir leben; aber sind Menschenfreundeund W eltbürger. Schon jetzt alle RegentenEuropa's, bald werden wir alle die FranzösischeSprache reden! Und dann Glückseligkeit! esfangt wieder die goldne Zeit an,da hatte alle,,W elt einerley Zunge und Sprache!,,w ird Eine Heerde und Ein Hirte werden!"National-Charaktere, wo seyd ihr?

Lebensart und Sitten Envopa's!"Wie spat reifte in den Eothischrn Zeiten des Chri-stenthums die Jugend: kaum im dreyßigsten Jahremündig: MüN verlor den halben Theil seinesLebens in einer elenden Kindheit Philo-sophie, Erziehung und gute Sitten- wel-che neue Schöpfung habt ihr geschaffen! Wirsind jetzt im drehzehnteN Aühre reif, und durch stum-me und laute Sünden im zwanzigsten verblühet.Wir genießen das Leben, recht in der Mvtgen-röthe und schönsten Blüthe!

Lebensart und Sitten Guropa's!"Welche gvthische Tugend, Bescheidenheit, ju-gendliche Blödigkeit, Scham*)! Frühewerden wir des zweydcutigen unbehülflichen Mantelsder Tugend los; Gesellschaften, Frauenzimmer, (dienun am meisten Key Scham entbehren! unddie sie auch am wenigsten nöthig haben!) selbstunsere Aeltern wischen sie uns frühe von den

*) Hurds Gespräche über das Reisen.

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