3c>2 IV. Auch eine Philosophie
hoben, so gebt» dem Philosophen! Auf demPapier wie rein! wie sanft! wie schön und groß;heillos im Ausfuhren! Key jedem Schritte stau-nend und starrend vor ungesehenen Hindernis-sen und Folgen. Das Kind indessen war wirklichgroßer Philosoph, konnte rechnen, und mitSyllogismen, Figuren und Instrumenten ge-läufig, oft so glücklich spielen, daß neue Syllo-gismen, Resultate, und sogenannte Entde-ckungen heraus kamen — dieFrucht, die E hr e,der Gipfel des menschlichen Geistes! —durch mechanisches Spiel!
Das war die schwerere Philosophie — und nundie leichte, die schönc! Gottlob! was ist mecha-nischer, als diese? In Wissenschaften, Künsten, Ge-wohnheiten, Lebensart, wo sie hinein gedrungen , wosie Saft und Blüthe des Jahrhunderts ist, was me-chanischer als sic? Eben das alte Herkom-men, das sinnlose Vorurtheil von Lernen,L a ng sa m r e i fen, T i e fei n d r i n ge n und Spat-beurtheilen hat sie ja wie ein Joch vom Halsegeworfen! hat in unsere Ge r ic h lS s c h r a n k e n,statt kleiner, staubigter, detaiilirter Kenntnisse, wojeder Vorfall als der behandelt und untersucht wer-den soll, der er ist — hat darin welch schö-nes, leichtes, freyesllrtheil gebracht, nachzwey Vorfällen alles zu messen und abzuthun!über das In d i v i due l l e, worin allein Speciesfacti besteht, hinüber, sich am Hellen, vortrefflichenAllgemeinen zu halten — statt Richter —(Blüthe des Jahrhunderts!) — Philosoph zusepn. Hat in unsere S t a a t s wi r t h s ch a f l und