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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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,gg III- Tithon und Aurora.

Quell Wasser eines ewigen Lebens strömet, wiemanches Gefäß ist schon zerbrochen, das diesen Quellerschöpft zu haben glaubte! wie manche Form, diejetzt noch da steht, hatte sich langst selbst überlebet!Man sehe die Römische Messe an, man höre man-che ihrer Litaneyen und Gcbethc; in welche Zeitenrufen sie uns zurück! zu welch einem fremden Ge-schmack? längst- erblichener Zeiten! Wie in der Re-ligion der Priestcrstand, so folgen in andern In-stituten die mit ihnen verknüpften Stande, jederseinem lebenden oder tobten Institute nach. Manbetrachte so manche Einrichtungen, Orden und Ka-lande der mittleren Zeiten; wenn sie nicht dem Ge-nius der Meynungen zu folgen und sich mit ihm zuverjüngen wußten, so blieben sie entweder am Userliegen, oder der Strom trug sie seelenlos fort, bissie irgendwo den Ort ihrer Rübe finden. Schon zuCervantes Zeiten wollte der Herzog zu Bejar nichtzugeben, daß ihm der Don Quixote zugeeignet wür-de, so lange er an ihm ein ernsthaftes Ritterbuchglaubte, (weil der Geschmack daran schon damalslächerlich zu werden ansing;) er nahm die Dcdica-tion gern an, da er beym Vorleser, seine wahre Ge-stalt erblickte. Romane dieser Art hat die Zeit mitmehreren Instituten gespielet. Eorneille's Prinzenund Helden sind uns größtentheilS unerträglich, undman wundert sich, wie andere Zeiten diesen Gythj-schcn Unsinn zusammen fügen, glauben und anstnu-nen konnten, Shakespear's Hof-Scenen dünken unsHaupt- und Staats-Actiynen. Die Ritter unsrerZeit sind nicht mehr jene alten Ritter; und das kö-nigliche Wort Ludwigs XIV.; ,,1'Ltat? c'est rnoü"wird das treffende Epitaphium dieses großen Wc