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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
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^^bwohk gewöhnlicher Weife keine Grab - und Lob-schrift zu bemerken pflegt, wie lange ein Menschsich selbst überlebt habe; so ist dies leiderdoch eine der größesten und nicht seltenen Merkwür-digkeiten menschlicher Lebensläufe. Je früher dasSpiel unsrer Gaben und Leidenschaften anfängt, jerascher es fortgesetzt, und durch äußere Zufälle aufMancherley Weise bestürmt wird: desto häufiger wirdman Fälle gewahr von jenen frühen Ermattungender Seele, von Niederlagen der Kämpfer ohne Todund sichtbare Wunde, v»m männlichen, oft schonjugendlichen höchsten Alter. Lange kann einMensch wie die Gestalt seines Grab-Monuments mitlebendigem Leibe umher gehen; sein Geist ist vonihm gewichen; er ist der Schatten und das Anden-ken seines vorigen Namens.

Vielerleh Ursachen können zu diesem frühenTode beytrageN, Eigenschaften des Geistes und desHerzens, zu große Wirksamkeit und zu trage Ge-duld, Erschlaffung sowohl, als Uebcrspannung, zuschnelles Glück und zu lange dauerndes Unglück.Denn überhaupt ist ja Gesundheit, Munterkeit,Vergnügen. und Tugend allezeit die Mitte zweyerkrtrcme. Sowohl am schroffen, als am seichtenPhilos. U. Gesch. II. LH. N