102
I. P rc i s sc h ri ft rc. rc..
ßen Fortgange der Sprache mit der Ver-nunft so bewiesen, daß, wer dem Menschen nichtVernunft abspricht, oder, was eben so viel ist, werweiß, was Vernunft ist: wer sich ferner je um dieElemente der Sprache philosophisch bekümmert,und dazu die Beschaffenheit und Geschichte der Spra-chen auf dem Erdboden mit dem Auge des Beobach-ters in Rücksicht genommen bat; der kann nicht Ei-nen Auaenblick zweifeln, wenn ich auch weiter keinWort hinzu setzte. Die Genesis der Sprache in dermenschlichen Seele ist so demonstrativ, als ir-gend ein philosophischer Beweis; und die äußereAnalogie aller Zeiten, Sprachen und Völker hatsolch einen Grad der Wahrscheinlichkeit, alsKey der gewissesten Sache der Geschichte möglich ist.Indessen um auf immer allen Einwendungen vorzu-beugen, und den Satz gleichsam auch äußerlich so ge-wiß zu machen, als eine philosophische Wahrheitsemi kann: so lasset uns noch aus äußeren Umstän-den und ans der ganzen Analogie der menschlichenNatur beweisen; „daß der Mensch sich seine Spra,„che bat erfinden müssen; und unter welchen„Umstanden er sie sich am füg liebsten„habe erfinden können?"