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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
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über den Ursprung der Spruche. 81

büß Wan Nicht mehr an der Menschlichkeit des Ur-sprungs der Sprache zweifeln darf. Denn wie wol-len die Verfechter einer andern Entstehung dieseDurchwcb ung der Ideen in den Wurzelnder Wörter erklären ? War Gott st> ideen - undwortarm - daß er zu dergleichen verwirrendem Wört-gebrauch seine Zuflucht nehmen mußtet Oder warer so sehr Liebhaber von Hpperbolen und kühnenMetaphern, daß er diesen Geist bis in die Grund-wurzeln seiner Sprache prägte?

Die sogenannte göttliche Sprache, die Hebräi-sche., ist mit diesen Kühnheiten ganz durchweht, sodaß der Orient auch die Ehr« hat, sie mit seinemNamen zu bezeichnen. Allein., daß man doch janicht diesen Mctaphcrn-Geist deshalb Asiatisch nen-ne, als wenn ec sonst nirgends anzutreffen wäre!In allen wilden Sprachen lebt er; nur freylich injeder nach Maaße der Bildung der Nation und nachder Eigenheit ihrer Denkart. Ein Volk,, das seineGefühle nicht viel und nicht scharf unterschied: einVolk, das nicht Herz genug hatte, sich auszu-drücken, und Ausdrücke mächtig zu rauben., wirdauch über die Nuancen des Gefühls weniger ver-legen seyn, vder sich mit schleichenden Haldausdrü-cken behelfen. Eine feurige Nation gegentheils offen-bart ihren Mulch in solchen Metaphern, sie mögeim Orient, oder in Nord-Amerika wohnen. Die aberin ihrem tiefsten Grunde die meisten solcher Ver-pflanzungen zeigt j deren Sprache ist voraus dieärmste, die älteste, die ursprünglichste gewesen unddie war ohne Zweifel im Orient.

Philvs. und Ge sch . 71. Th, § .