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42 I. Preiss chrift
Ursprungs der Sprache wird eben, weil er durchdie Oberfläche drang, die Andere nur berühren, fastein Vertheidiger des wahren menschlichen Ursprunges.Er ist unmittelbar am Rande des Beweises stehengeblieben; und sein Haupteinwurf, bloß etwas rich-tiger erklärt, wird Einwurf gegen ihn selbst undBeweis vom Gegentheil seiner Meynung, der Men-schenmöglichkcit der Sprache. Er will bewiesen haben:„daß der Gebrauch der Sprache zum Gebrauche der„Vernunft nothwendig sey." Hatte er das: so wüßteich nicht, was anders damit bewiesen wäre, „als„daß, da der Gebrauch der Vernunft dem Menschen„charakteristisch sey, der Gebrauch der Sprache es„ihm eben so seyn müßte." Zum Unglück aber hater seinen Satz nicht bewiesen. Er hat bloß mit vie-ler Mühe dargelhan, daß so viel feine verflochtneHandlungen, als Aufmerksamkeit, Reflexion, Abstrac-tion u. s. w., nicht füglich ohne Zeichen gesche-hen können, auf die sich die Seele stütze; allein dießnicht füglich, nicht leicht, nicht wahr-scheinlich, erschöpfet die Sache noch nicht. Sowie wir mit wenigen Abstractions-Kräften nur weni-ge Abstraktion ohne sinnliche Zeichen denken können:so können andere Wesen mehr darthun ohne Den-ken; wenigstens folgt daraus noch nicht, daß ansich selbst keine Abstraktion ohne sinnliches Zei-chen möglich sey. Ich habe erwiesen, daß der Ge-brauch der Vernunft nicht etwa bloß füglich, sonderndaß nicht der mindeste Gebrauch der Vernunft, nichtdie einfachste, deutliche Anerkennung, nicht das sim-pelste Urtheil einer menschlichen Besonnenheit ohneMerkmahl möglich sey; denn der Unterschied vonznireyen laßt sich nur immer durch ein drittes erken-