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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
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über den Ursprung der Sprache. 7

rialien betrachten. Noch existirt für mich kein Wort:sondern nur Töne zum Wort einer Empfindung;aber sehet! in den genannten Sprachen, in ihrenJnterjectioncn, in den Wurzeln ihrer Nominuiriund Verbovurn, wie viel aufbehaltene Reste die-ser Töne! Die ältesten morgenländischen Sprachensind voll von Ausrufen, für die wir spater gebilde-ten Völker oft nichts als Lücken, oder stumpfen.,tauben Mißverstand haben. In ihren Elegien tönen,wie Key den Wilden auf ihren Gräbern, jene Hcul-und Klagetöne, eine fortgehende Interjektion derNatursprachc; in ihren Lobpsalmen das Freuden-geschrey, die wiederkommenden Hallclujahs, dieSchaw aus dem Munde der Klageweiber erkläret,und die bey uns so oft feyerlicher Unsinn sind. ImGang', im Schwünge ihrer Gedichte, und der Ge-sänge andrer alten Völker tönet der Ton, der nochdie Krieges- und Religions-Tänze, die Trauer- undFreudengesänge aller Wilden belebet: sie mögen amFuße der Eocdilleras, oder im Schnee derIrokesen- in Brasilien oder auf den Inselnder Karaiben wohnen. Die Wurzeln ihrer ein-fachsten, wirksamsten, frühesten Verben endlich sindjene ersten Ausrüfe der Natur, die erst später ge-modelt wurden; und die Sprachen aller alten undwilden Völker sind daher in diesem innern, lebendi-gen Tone für Fremde immer unaussprechlich!

Ich kann die meisten dieser Phänomene im Zu-sammenhänge erst später erklären: hier stehe nurEins. Einer der Vertbeidiger des göttlichen Ursprun-ges der Sprache*) findet darin göttliche Ordnung

*) Süßmilchs Beweis, daß der Ursprung der mensch-lichen Sprache göttlich scy. Berlin, 1766. S. sr.