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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
326
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Von Religion,

unter dem Wasser, waren pünktlich vorgeschriebenund sprachen, auch ohne hinzugefügte Gebete undGelobungen, sich selbst aus.

2 .

Als Johannes auftrat, war seine sogenannteTaufe zur Buße ein Symbol nach alter pro-phetischer Weise, das eine neue Landes - und Volks-Lustration bezeichnen sollte. Indem er eine Ge-müthsanderung ftixr«vor«v) fodertc, so sollte diesersonst nur bei Proselyten übliche Gebrauch, der aberauch in mehreren Sekten und Sittenschulen ange-nommen war, und jetzt auf die ganze Nation an-gewandt ward, eine Erneuung und Palin-genefie ihrer Denkweise bekennen und angeloben;daher, als Christus zu ihm kam, Johannes diesSymbol unnöthig hielt, „Er sey kein unreiner,sagte der Täufer, da er nicht wie die andern denke."Wer von diesen Tauft begehrte, erkannte sich, obwohl aus dem heiligen Volk entsprossen, für einenUngcweiheten, gleich jedem andern Heiden; er ver-sprach eine andre Heiligung, als die vom Geschlechtoder der Geburt abstammte. Mit dieser Bedeutunggieng der Gebrauch in das Christenlhum über. *)(Joh. 4, 2 .)

*) Die Anwendung, daß Johannes Lustration derNational-Hoffnung selbst, einem künftigen Messias,den Weg bahne: „denn wenn dieser dem Lande,wie es jetzt sey, erschiene, müsse ers erst aus-brennen, d. i. mit Feuer taufen" war der Zeitsowohl, als der strengen Denkart Johannes ge-