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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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Lehrmeinungen und Gebräuchen. 323 ^

auszuschmücken oder zu pradiciren. Laßt leben, werleben will; lasset ihn ewig leben. Froh und freiempfehle ich meinen Geist in die Hände des Vatersund entschlafe.Der Gott unsrer Vater ist nichtder Tobten, sondern der lebendigen Gott; in ihmleben sie alle" sagt Christus. Einer getrenntenLiebe und Freundschaft, einer zerrissenen FamilieGlaube und Hoffnung geht über das Grab hinüber.

3o.

Was sollen nun Lehrmeinungen zu diesem Allem?Ueber die Personification, die Operatio-nen, die Aemter des H. Geistes? Lehrmeinun-gen über die Kirche? (Legion ist ihr Name.) Siesind so oft durchgefochtcn, daß die Streiter, selbstdes Streits müde, jeder seine Göttin dem Geschicküberlaßt. Vollends der Streit über die Preceßformder Sündenvergebung, über Auferstehung der Tobtenund die Visionen des ewigen Lebens, sie sind nichtReligion und können es nie werden.

Frei von Lehrmeinungen bekennet also das christ-liche Symbolum unwiderleglich und unzerstörbar.

I. Die große Regel der Na tu r rel igio n :

Folge den Gesetzen der Schöpfung, Erhaltung undVorsehung treu und willig: sie sind Gesetze eines

allmächtigen, weisen, gütigen Vaters."

II. Die höchste Regel der Menschen- undWölkerreligion:Wirke, überwinde mit Liebe

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