Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
304
Einzelbild herunterladen
 

Von Religion,

3 04

stcnthum freiwillige Regel und Ucbung; in ihr liegtnothwcndig das Heil der Völker.

29.

Nicht nur Religion also, sondern dies, ist dieeinzige Religion der Menschheit. Wie cs keindoppeltes Naturrecht, kein zweifaches Houe8tumet rectum, usguum et bonum giebt: *) so istfür Menschen kein anderer Gottesdienst (cultus Del)als den Christus vorschrieb und erwies, möglich,Gott nämlich im Menschengeschlecht auf die tha-tigste Art zu lieben." Jede andre BewunderungGottes, jedes Niedertauchcn in seine Vollkommen-heiten und in Speculationen über dieselbe ist demBegriff der Religion eben so fremde, als ein leererCerimonicndienst oder gar die Abgötterei selbst: dennob ich vor Idolen, oder vor Abstraktionen undSylben kniee, ist Eins wie das andere. Aber Dusollst seyn, was Du von Gott glaubest; erwartenicht, daß er gegen dich anders sei, als du gegenMenschen bist. Ihre Sache Deine Sache; die reinsteMenschlichkeit, sie allein kann Dir, dem Menschen,Religion scyn und sie ist dir in dieser Religion als

das

*) 8i huill rectissimum sit, ^userimus, per-spieuum est; si ^uill muxlme expeäiet, ot>-scurum. Lic. ep. 4. 2. t^uiä rectum sit,uppgret; ^ulä expellmt, obscurum est, itst-uueu ut si uos 1i sumus, 9m esse äedemu?,äuditgre nou possimue, gulu es meximeconclucsnt, ^uss suut rectirsima. Lp.Z, ig.