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Von Religion,
Der gesunde Menschensinn trauet dem, was ervon diesem Klange höret; das Gcmüth freuet sichdieses Chors freudiger Wesen, zu denen es mitge-höret, und trauet seinem Schöpfer. Wie sollte esihm nicht trauen, da in Allem die Erfüllung seinerGesetze Seligkeit, da der Natur gemäß lebenGesundheit ist? Stakt diese zwei zu trennenund zu theilen, lernt es beide vielmehr verbinden,in Allem Güte des Schöpfers sehen, und nur inPflicht Seligkeit finden. Wenn du bis an deinLebensende über Gott speculirest, armer Sterblicher,wann wird die Zeit kommen, daß du, dich seinerfreuend, thätig an ihn glaubest?
11 .
Vom Glauben an einen Retter undHeilbringer der Menschen.
1.
Das Bekcnntniß des Glaubens an einen Retterund Heilbringcr der Menschen ist mit dem Christen-thum selbst entstanden. „Glaubest du, daß JesuSder Christ sei?" fragte man die Juden; „glaubestdu, daß Christus Retter der Menschen, Heiland derWelt sei?" fragte man die Griechen, und so wardFes UMS der Christen uralte
Losung.
2 .
Ihrer Natur nach forderte diese Formel Glau-ben: denn indem man es anerkannte, daß unser
Ge-