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Bon Religion,
Kunst; eine eigne Gattung von Schulübungen dieStreittheologie setzte sich auf das Katheder.Wie anders also, als daß man in dieser Fechtkunstmanches Erstrittene und Erkämpfte auch zu hochanschlug? Diese, jene Lehrmeinung sollte durchausReligion seyn, Religion werden, weil mansic erkämpft hakte; man deutele, man zwang. Siekam vom Katheder auf Eanzeln und Altäre.
27.
Vieles hat auch hier der Tag klar gemacht; dieZeit hat geläutert, gesondert, und man hat sogarzweifeln wollen, ob nicht bei dem Unhaltbaren aucheiniges Haltbare wankend gemacht, manches Schlech-tere an die Stelle des Guten gesetzt sey? u. f. —Doch auch dies, wenn eS dessen Werth ist, wirdseinen Restikutor finden: denn das Werk der Zeit
ist fortgehende Prüfung.
28.
Nur verwirre man auch bei diesem GeschäftLehrmeinunqen und Religion nicht. Wer Lchrmei-nungen läutert oder verdunkelt, hat damit noch nichtdie Religion selbst als Freund oder Feind behandelt;selten hat er diese nur berühret. So manches Lob,so mancher Tadel nimmt eine andre Gestalt an, wennman mit vorsichtig-strenger Hand beide sondert.
29.
Sollte dies möglich seyn? Nichts ist leichter.Die Religion Jesu, d. i. was ihm selbst Re-ligion war, stehet in wenig Worten da, und