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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
210
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eine Feuertaufe belebt, *) kommen sie zugleich ohneihr Gesuch einer Menge zum Anblick. Diese stürztzusammen, hört ihre Lobpreisungen (NN"0) »ndsteht betroffen da: denn jeder , auch der Fremde

hört, daß diese Galiläer in seiner Sprache, inseinem Dialekt reden.

12 .

Parther - und Mederzungen also? Sind wiram babylonischen Thurm? Der Eine Ausleger

*) Unser Bild der Kaufe giebt dem AusdruckFlam-men und Feuerbad" eine falsche

Wendung. Der Proselyt, der zur jüdischen Re-ligion gebadet wurde, tauchte über den Scheitelhinunter. Wenn also Johannes in der Wüstedem Volk sagte:der Messias wird euch mitFeuer taufen:" so war dies ein fürchterlichesBild.Ein Meer von Flammen muß euer Landreinigen, ehe ihr der gehofften neuen Zeit wcrthseyd." Wenn Christus sagt:ich muß gebadet

werden in Feuer und Flammen," so druckt dieshärtere Schicksale aus, als wenn wirdurchFeuer und Wasser gehn" sagen. Da zumGegensatz der unkräftigen Wassertaufe Johannesdas Bild der Feuertaufe dem Christenthum ein-mal einheimisch geworden war: so bekam die

dritte Bedeutung:in ein Meer himmlischerFlammen, d. i. neuer Kräfte und eines himmli-schen Muths getaucht, in ihm geläutert und neugeboren werden." Wahrscheinlich machte dieseerste Begebenheit dem Christenthum den kühnenAusdruck gewöhnlich und einheimisch.