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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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206 Vom ersten Augurium

voll glücklicher Vorbedeutung. Nicht etwa nur, weiles die Feier der Constitution des Volks,der alten Gesetzgebung war, an welche sichdie neue langst - gehoffte zweite Gesetzgebung desinneren Gemüths sehr wohl anschließen konnte, son-dern auch weil es das Fest eines äußerst-großenZustroms von Menschen aus fernenLandern, und am letzten Tage einer fast ausge-lassenen Freude war. Mehr selbst als das'Passahwurde Asartha, das Pfingstfest, besucht undgefeiert; theils der bequemeren Jahrszeit wegen,theils als ein Freudenfest, das keine drückende Ce-remonien halte und als das Fest angehender Erndte,an dem man die Erstlingsgarbe des Landes dar-brachte, insonderheit am letzten Tage, der am feier-lichsten war, fast mit ausschweifender Lust began-gen ward. Es hieß ein Fest der Lichter, andem die Obrigkeit selbst manche ausschweifendeFreude zu hemmen suchte, sogar daß die Rabbinendisputicken, ob es von Ausländern gefeiert werdenmüsse und dürfe? *)

6 .

Dieses Fest kam.Wie? sollte dies nicht dieZeit seyn, die unser Lehrer dem ersten Vortritt sei-nes Volker-Evangeliums bestimmt hat, dacs zu Jerusalem anheben soll? Dies ist das Fest

*) S. Dauz Dissertation hinter Menschens dl.D. ex Dalmucle illustr. und wer sonst über dasPsiugstsest der Juden geschrieben.