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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
158
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i58 Vom Geist des Chri sten th u m s.

ihr andre Namen. Da sie sich meistens dunkel aus-drückten, so wurden sie von den Disputanten über-schrieen , Schwärmer gescholten, und da Viele vonihnen zu dieser Benennung reiche Gelegenheit gaben,indem manche ihre innere Stimme gar prophezeienließen, Andre die Mittel zu gering schätzten, dieihre Gegner zum Zweck zu machen schienen, dieMeisten aber sich absonderten und straften; noth-wendig erbitterten sic dadurch die herrschende Parlheiund wurden verfolgt.

i3.

Ohne Einer dieser Ausschweifungen das Wortreden zu wollen: (denn die Zeit selbst hat den Un-grund so mancher inneren Stimmen, die Thorheitso mancher nutzlosen Absonderung genugsam offen-baret) muß dennoch jeder Unparteiliche das Prin-cipium dieser in sich gekehrten Menschen für gut,ja für unentbehrlich halten, so uneben cs oft aus-gedruckt ward. Es ist nämlich das stille Selbst-bewußsepn, unser redliches Unheil über RechtUnd Pflicht; es ist der moralische Wahrheit-sinn, der zuletzt doch allen Urkheilen des Verstan-des, allen Entschlüssen und Handlungen des Willenszum Grunde liegt. Ohne ihn schweben wir bei allenUns von außenzukommenden Worten in der Luft; jadiese Worte selbst sind für uns ohne Sinn und Be-deutung.

14.

Einkehr in sich, Aufmerksamkeit auf sichselbst, als eine Uebung des Sinnes der Wahrheit,ist, auch dem Ausdruck nach, der Sprache der Schrift